Für mehr Sichtbarkeit und bessere Zugänglichkeit
SEO & Barrierefreiheit: Inhalte richtig befüllen
Die beste Website nützt wenig, wenn sie von Suchmaschinen nicht gefunden wird – oder von Menschen mit Einschränkungen nicht genutzt werden kann. Als Webagentur, die mit WordPress und Craft CMS arbeitet, erleben wir oft, dass Websites technisch solide aufgebaut sind, aber durch falsch oder unvollständig gepflegte Inhalte an Wirkung verlieren.
Damit Ihnen das nicht passiert, zeigen wir in diesem Beitrag, worauf Sie beim Einpflegen Ihrer Inhalte achten sollten – insbesondere im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) und digitale Barrierefreiheit, die im Zuge gesetzlicher Vorgaben zunehmend verpflichtend wird.
Inhalte suchmaschinenfreundlich gestalten
Suchmaschine mit Informationen füttern
Wenn Suchmaschinen Ihre Inhalte nicht richtig verstehen, bleiben potenzielle Besucher aus. Das beginnt schon beim Titel einer Seite: Jede Unterseite Ihrer Website sollte einen klar formulierten Titel haben, der das Thema der Seite widerspiegelt. Gleiches gilt für die sogenannte Meta-Beschreibung – den kurzen Text, der in den Google-Ergebnissen unterhalb des Titels angezeigt wird. Diese Beschreibung sollte prägnant sein, wichtige Schlagworte enthalten und Interesse wecken. Ideal sind 150–160 Zeichen. Diese Meta-Beschreibung kannst du, egal ob Wordpress- oder Craft CMS Website - immer direkt bei der jeweiligen Seite hinterlegen. Bei Wordpress findest du diese Möglichkeit meist wenn du weiter nach unten scrollst, und bei Craft CMS ist es ein eigener Tab den du oben finden kannst.
Klare Struktur für deine Besucher und für die Suchmaschinen
Eine gute Struktur hilft nicht nur Ihren Besuchern, sondern auch Suchmaschinen: Verwenden Sie Überschriften logisch gegliedert (z. B. eine H1 pro Seite für den Haupttitel, gefolgt von H2 für Zwischenüberschriften). Das schafft Übersichtlichkeit – sowohl für Menschen als auch für Algorithmen.
Auch die URL einer Seite trägt zur SEO bei. Je kürzer, desto besser – und wenn sie dann noch relevante Keywords enthält, ist das ein klarer Vorteil. Statt kryptischer Adressen wie .../seite123?id=98 sollte lieber etwas stehen wie .../leistungen/webdesign.
Tipp zur Keyword-Verwendung:
Verwenden Sie Begriffe, nach denen Ihre Zielgruppe tatsächlich sucht. In Überschriften, Fließtexten, Bildbeschreibungen und sogar in den Dateinamen von Bildern sollten diese Keywords sinnvoll eingebaut sein – aber immer mit Augenmaß. Texte müssen in erster Linie verständlich und natürlich bleiben.
Zusätzlich kann es hilfreich sein, innerhalb Ihrer Website sinnvoll zu verlinken. Wenn Sie beispielsweise auf einen Blogartikel verweisen, der ein Thema vertieft, stärken Sie damit nicht nur die Nutzerführung, sondern auch die Relevanz der Seite im Suchindex.
Barrierefreiheit – für alle zugänglich
Barrierefreiheit bedeutet, dass Ihre Website von allen Menschen genutzt werden kann – unabhängig von körperlichen oder technischen Einschränkungen. Viele Maßnahmen lassen sich schon beim Befüllen der Inhalte umsetzen.
Bilder brauchen beschreibende Alternativtexte, sogenannte ALT-Texte. Diese werden von Screenreadern vorgelesen und geben blinden oder sehbehinderten Nutzer*innen die Möglichkeit, den Inhalt des Bildes zu erfassen. Auch Suchmaschinen lesen diese Texte – ein doppelter Gewinn. Achte einfach direkt beim Hochladen neuer Bilder darauf, dass du den Bildern einen sinnvollen prägnanten Titel sowie eine gute kurze Beschreibung des Bildes einfügst. Wie du passende Alternativtexte am besten verfasst erklären wir dir etwas weiter unten noch im Detail.
Ebenfalls wichtig sind sinnvolle Linktexte. Schreiben Sie nicht einfach „Hier klicken“, sondern beschreiben Sie, was den Nutzer erwartet: etwa „Erfahren Sie mehr über unsere Webdesign-Leistungen“. Das hilft allen Nutzern, aber besonders Menschen mit Lesegeräten.
Leserlichkeit ist ein weiteres zentrales Thema. Achten Sie auf ausreichenden Farbkontrast zwischen Text und Hintergrund, verwenden Sie gut lesbare Schriftgrößen und verzichten Sie auf Texte, die in Bildern eingebettet sind – diese sind für Screenreader unsichtbar.
1. Beschreiben Sie präzise, was zu sehen ist.
Ein Alt-Text sollte den Bildinhalt möglichst konkret und anschaulich beschreiben. Vor allem dann, wenn das Bild eine zentrale Information vermittelt, sollte der Text diese Bedeutung mit transportieren – so, als würden Sie jemandem am Telefon erklären, was abgebildet ist.
2. Halten Sie sich an den Kontext.
Der Alt-Text sollte zur jeweiligen Seite passen und den Nutzer*innen helfen, den Inhalt besser zu verstehen. Belanglose oder zusammenhanglose Beschreibungen verwirren mehr, als sie nützen.
3. Fassen Sie sich kurz und klar.
Idealerweise bleibt ein Alt-Text unter 125 Zeichen. Das sorgt nicht nur für Lesbarkeit, sondern verhindert auch, dass Screenreader mitten im Satz abbrechen. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
4. Verzichten Sie auf Einleitungen wie „Bild von …“.
Da Screenreader ohnehin ankündigen, dass ein Bild angezeigt wird, sind Formulierungen wie „Foto von“ oder „Abbildung eines …“ überflüssig. Starten Sie direkt mit der eigentlichen Beschreibung.
5. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen.
Natürlich darf ein wichtiges Keyword im Alt-Text vorkommen – aber bitte nur, wenn es sinnvoll passt. Übertriebene Keyword-Dichte („Keyword-Stuffing“) wirkt unnatürlich und kann sogar negative Auswirkungen haben.
6. Was tun bei dekorativen Bildern?
Wenn ein Bild rein der Gestaltung dient oder die Information bereits im Text enthalten ist, sollten Sie das Alt-Attribut leer lassen: alt="". Damit geben Sie Screenreadern das Signal, das Bild zu überspringen – das verbessert die Nutzererfahrung für Menschen mit Hilfstechnologien deutlich.
Fazit: Inhalte mit Wirkung – für Mensch und Maschine
SEO und Barrierefreiheit sind kein „Nice-to-have“, sondern entscheidende Faktoren für den langfristigen Erfolg Ihrer Website. Wer Inhalte strategisch und zugänglich aufbereitet, wird nicht nur besser gefunden, sondern erreicht auch mehr Menschen. Und das ist – neben allen rechtlichen Anforderungen – letztlich auch ein Zeichen für gute Kommunikation.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie gut Ihre Inhalte aktuell aufgestellt sind, sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie bei SEO-Optimierungen, redaktioneller Beratung oder bei der barrierefreien Aufbereitung Ihrer Website.